Ölmühle Mömbris

Die Ölmühle Mömbris ist eine typische Keilpressmühle mit Wasserantrieb. Sie wurde 1780 zusammen mit zwei Getreidemühlen in der Mühlgasse von Mömbris errichtet und bediente einheimische Kunden, aber auch Kunden aus den Nachbargemeinden, ja sogar aus dem angrenzenden Hessen. In der Regel dürften Lein und Rapssaaten verölt worden sein, doch auch Bucheckern und Nüsse, insbesondere Haselnüsse. Letzteres ist zwar nicht genannt, erscheint aber aufgrund der großen Haselnussvorkommen im Kahlgrund durchaus denkbar. In Zeiten des Krieges, so wie nach dem Krieg war, die Ölmühle eine Linderung der Not, konnte sie doch einen wichtigen Rohstoff einfach produzieren und machte daher ein wenig unabhängiger von Lieferungen und Transportwegen. Die Mühle war bis 1954 in Betrieb, musste sie doch Aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung den Betrieb einstellen. So verfiel das Gebäude zusehends, bis es dem Neubau der Kahlbrücke 1977/1978 weichen musste. Zunächst sollte es abgerissen werden, doch ein der Mühle verbundener Heimat- und Geschichtsverein sowie eine aufgeschlossene Marktverwaltung machten den Erhalt möglich. So wurde das Gebäude 1978 an seinen jetzigen Standplatz versetzt und vollständig saniert. Ein neuer Mühlkanal, größtenteils unterirdisch in Rohr verlegt, leitet nun das Wasser der Kahl dem Gebäude zu. Der ortsansässige Mühlenbauer Hugo Bergmann ermöglichte dann auch die Instandsetzung und den Betrieb der Wasserradanlage, ohne dass die Mühleneinrichtung in Betrieb sein muss.

 

 

 

 

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