Auf historischen Wegen

Diese Wanderung wird Ihnen die Vielfalt des Oberen Kahlgrundes zeigen. Schöne Aussichtspunkte, sagenumwobene Plätze und herrliche historische Waldwege werden sich bei dieser Tagestour abwechseln. Starten Sie in Schöllkrippen und erfragen Sie am besten den Weg zum Keilrain (Aussiedlerhof Zang). Den Weg dahin kennt in Schöllkrippen jeder. Dort auf der Höhe angekommen halten sie sich an der Wegegabelung rechts immer geradeaus. Genießen Sie den Blick in die schönen Täler des Oberen Kahlgrundes. Vorbei an Abzweigungen in die Täler rechts und links halten Sie sich immer geradeaus, bis Sie den Ortsverbindungsweg Westerngrund - Kleinkahl erreichen. Diesem folgen Sie nach links ca. 250 m. Dann biegen Sie rechts ab und gehen dem nahen Spessartwald entgegen. (Anm.: Ein kleiner Besuch der nahen Heilig-Kreuz-Kapelle - Ziegelhütte, ca. 300 m - am Weg in Richtung Westerngrund ist durchaus ein Abstecher wert!) Am Waldrand oben angekommen, halten Sie sich links, um nach einer kurzen Wegstrecke entlang des Waldrandes nach rechts entlang des Hauptweges bergauf zu wandern.

Das Waldgebiet hier heißt übrigens Mordgraben. Sie befinden sich nun in bester Weggemeinschaft mit den früheren Spessarträubern, die auf diesen Wegen in Richtung „Birkenhainer Straße“ zogen, um sich durch Überfälle auf die Reisenden den Lebensunterhalt für ihre armen Familien in den Tälern des Kahlgrundes zu „besorgen“. Auf halber Höhe entdecken Sie rechts des Weges das kleine Waldhaus aus dem 18. Jahrhundert. War es ein Unterstand für den Revierförster, oder ein verstecktes Liebesnest einer Baroness vom Glashüttenhof? Wir wissen es nicht. Heute finden hier noch kleine Feste oder auch Kindergartenwaldwochen statt. An den Wegegabelungen nach dem Waldhaus halten Sie sich zweimal links, umwandern das Waldgebiet „Menschenkopf“ bis zum „Bernhards Herrgott“.

Eine Infotafel erläutert hier dem Wanderer die sagenumwobenen und mystischen Ereignisse der Umgebung von Mord und Todschlag aber auch tiefer Religiosität, die sich auch in den vorgenannten Flurbezeichnungen widerspiegeln. An dieser Weggabelung halten Sie sich rechts und wandern in leichter Steigung meist geradeaus in Richtung Birkenhainer Straße. An der Birkenhainer Straße (Markierung „B“) angekommen, folgen Sie dieser mehrere Kilometer nach rechts bis zum Dr.-Kihn-Platz. Die Birkenhainer Straße war eine der bedeutendsten West-Ost-Handelsverbindungen des Mittelalters. 1338 erstmals genannt und in der Pfinzingkarte von 1562 als „Pürckenhaimer“ bereits eingetragen, zogen im 30-jährigen Krieg schwedische Truppen hier vorbei. Selbst Napoleons Truppen nutzten den Weg Anfang des 19. Jhd. auf ihren Feldzügen gen Osten. Manchem Wanderer mag auch die Vorstellung gefallen, dass hier der Weg die hessisch-bayerische Landesgrenze bildet. Man beachte die alten Grenzsteine (KW = Königlicher Wald)!

Vorbei an Kapuzinerspitze und Nonnenberg - so heißen diese Waldabschnitte – und nach einigen Kilometern auch vorbei an uralten Eichen (50 m links des Weges befindet sich der dickste Baum des Spessarts, für Kindergruppen ein „riesiger“ Spaß, den Baum mit ihren Armen zu umfassen) erreicht man nach 5 km auf dieser historischen Straße den Dr.-Kihn-Platz (verdienter Geschichts- und Heimatforscher), der zum Rasten einlädt. Hier kreuzt ein weiterer historischer Handelsweg, der Eselsweg, der den Spessart von Nord nach Süd durchquert, die Birkenhainer Straße. Entlang der Wegmarkierung (roter Querbalken auf weißem Grund) gehen Sie nun talwärts bis zur Bamberger Mühle und den Kahlquellen (Pflicht! Insbesondere für Kinder). Ein wirklich idyllisches Örtchen! Die dortige Gastronomie versorgt Sie bestens mit Speis und Trank für die restlichen Kilometer. Entlang des idyllischen Kahltales, vorbei an Fischteichen, Wiesen, Pferdekoppeln und einer schönen Wassertretanlage wandern Sie rechtschaffen müde der Abendsonne entgegen und unserem Ausgangsort Schöllkrippen zu.

>>Hier geht's zur Route!<<

Quelle: Markt Schöllkrippen

 

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